Rasenpflege

Die kalten Wintermonate setzen dem Rasen durch Schneelast, Kälte und Nässe stark zu. Daher ist eine intensive Rasenpflege im Frühjahr entscheidend, um optimale Startbedingungen für das kommende Jahr zu schaffen. Nach dem Winter ist der Rasen oft von einer Schicht aus Laub, Moos und alten Grasresten bedeckt, die nicht nur unschön aussieht, sondern auch die Versorgung der Wurzeln mit Sonne, Wasser und Nährstoffen behindert. Wir geben Ihnen eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie Sie Ihren Rasen nach dem Winter richtig pflegen, damit er bald wieder zu einem dichten, grünen Teppich wird.

1. Schritt: Freilegen und Vorbereiten der Rasenflächen nach dem Winter

Mit einem Rechen oder einer eisernen Harke lassen sich Gestrüpp und nasses Laub mühelos entfernen. Eine noch sanftere Methode zur Reinigung des Rasens nach dem Winter ist die Verwendung eines Laubbesens, der dabei hilft, verklebte Rasenteile zu lösen. Moos und Unkraut können ebenfalls einfach mit einer Harke herausgeholt werden. Wenn Maulwürfe Ihren Rasen als Lebensraum gewählt haben können Sie die Ausgänge einfach mit dem Fuß festtreten und überschüssige Erde abtragen oder gleichmäßig verteilen. Unebenheiten auf der Rasenfläche lassen sich leicht mit gut verteiltem Erdmaterial ausgleichen. Um den Boden abschließend aufzulockern, können Sie mit einer Harke Löcher stechen und diese vorsichtig hin und her bewegen.

2. Schritt: Erste Rasenmahd

Der ideale Zeitpunkt für die erste Rasenmahd nach dem Winter lässt sich nicht genau festlegen, fällt jedoch in der Regel auf den April, wenn das Gras etwa doppelt so hoch ist wie die gewünschte beziehungsweise die empfohlene Schnitthöhe. Diese Zeitspanne kann je nach Witterungsbedingungen variieren. Zu Beginn der Wachstumsperiode kann der Rasen gerne ein bis zwei Zentimeter höher bleiben. In schattigen Bereichen sollte die Schnitthöhe zudem nicht unter fünf Zentimeter liegen. Es ist wichtig, eine zu frühe Mahd zu vermeiden, da frische Blätter anfällig für Frostschäden sind, insbesondere wenn die Temperaturen nachts noch niedrig sind.

3. Schritt: Düngung des Rasens

Damit der Rasen nach dem Winter schnell wieder grün und kräftig wird, ist eine ausreichende Nährstoffversorgung im Frühjahr notwendig, sobald der Boden eine Temperatur von acht Grad erreicht. Der ideale Düngungszeitpunkt liegt meist Ende März oder Anfang April, variiert jedoch je nach Bodenart. Sandige Böden sollten früher gedüngt werden, da sie Nährstoffe schlechter speichern, während tonige Böden die Nährstoffe aus der Herbstdüngung des Vorjahres nutzen und erst gegen Ende Mai erneut gedüngt werden müssen. Bei Mischböden nimmt die Nährstoffversorgung zwischen Ende April und Anfang Mai ab. Ein Hinweis auf den richtigen Düngungszeitpunkt ist, dass das Mähen seltener erforderlich wird.

4. Schritt: Rasen vertikutieren und nachsäen

Um Moos und Filz im Rasen nach dem Winter zu bekämpfen, ist das Vertikutieren eine effektive Maßnahme. Das feuchte und zunehmend warme Wetter im Frühling, insbesondere in den Monaten April und Mai, eignet sich hervorragend dafür. Allerdings sollte damit bis zu zwei Wochen nach der Düngung gewartet werden. Beim Vertikutieren wird ein spezielles Walzengerät verwendet, das Rasenfilz und Pflanzenreste entfernt sowie den verkrusteten Boden auflockert, was das Wachstum der Gräser fördert und den Rasen belüftet. Das gleichmäßige Vertikutieren in Querrichtung und Längsrichtung hilft zudem, unerwünschte Wildkräuter zu reduzieren. Diese Regenerationsmaßnahme sollte jedoch nicht öfter als einmal pro Jahr durchgeführt werden.

Um die langfristige Gesundheit des Rasens nach dem Vertikutieren im Frühjahr zu fördern, ist es ratsam, die Rasenflächen anschließend zu sanden und neues Saatgut auszusäen. Der Sand sollte gleichmäßig mit einem Rechen verteilt werden, und bei größeren Lücken sollte Saatgut nachgesät werden. Der Rasen sollte nicht betreten werden, bis die Grasnarbe wieder geschlossen ist.